#3 Wer soll das bezahlen? Vom Schwein mit den Sponsoren

Ist euch dieses Lied von Gus Backus bekannt? Das mit: „Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt, wer hat soviel Pinke-Pinke, wer hat soviel Geld?“. Nachdem wir im letzten Beitrag einige durchaus erhebliche Ausgaben angesprochen haben, kommen wir nun zur gegenüberliegenden Seite der Bilanz – den Einnahmen. Wie können wir uns eine 8000er-Expedition überhaupt leisten?

Wir schätzen unsere Kosten auf ca. 10.000 bis 12.000 Euro pro Person. Summen, die normale Bergsteiger-Konten üblicherweise hyperventilieren lassen und die wohl auch gegenüber Partner oder Familie schwierig zu rechtfertigen sind. Zum Glück sparen wir uns letzteren Erklärungsbedarf 🙂 Einer der vielen Vorteile, wenn man das gemeinsam erleben kann.

Egal welcher 8000er, man wird wohl immer im fünfstelligen Bereich landen. Auch wenn man ohne Hochträger, Sauerstoffflaschen und Bergführer (da könnten wir den Betrag zirka verdoppeln) auskommen und stattdessen zu zweit und so alpin wie möglich unterwegs sein will.

Welcher ist der teuerste Berg im Bild? Im vorangehenden Blogbeitrag erzählen wir darüber: www.hochzwei.media/permit

Ist es das wirklich wert?

Nein.

Für die allermeisten Menschen wohl nicht. Das alles für einen – pardon – „depperten“ Berg, der halt besonders weit zum Himmel ragt? Wenn man es so sieht, schon gar nicht.

Monate in die Planung zu investieren, eine Reise ins Unbekannte anzutreten, völlig weg zu sein von der Zivilisation, einen menschenfeindlichen Flecken Erde zu erkunden und nur mit dem nötigen Glück den 13. höchsten Hügel auf unserem Planeten von ganz oben zu sehen? Das wird für viele nicht unbedingt die Vorstellung vom Traum-Urlaub sein. Uns reizt jeder dieser Punkte. Viele Geschichten von 8000ern kennen wir und jetzt… jetzt haben wir tatsächlich die Möglichkeit, das selbst zu erleben.

Diese Gelegenheit ist uns nicht zufällig über den Weg gelaufen. Nein, wir haben uns diese Möglichkeit bewusst (und wahrscheinlich auch unbewusst) gestaltet im vergangenen Jahr. Wir haben die Sorgen beiseite geschoben: Können wir uns das wirklich zutrauen? Ist das nicht ein bisschen verrückt? Wenn uns weit ab jeglicher Zivilisation etwas zustößt? Können und wollen wir wirklich so viel Geld dafür ausgeben? Es gäbe achttausend Gründe, es nicht zu tun.

Schlussendlich haben wir  in uns hineingehört und die Antwort ist so wunderbar klar wie die Luft nach einem verregneten Bergtag: Jaaaa!!

Aufbrechen. Erleben. Heimkommen. One life.

Achttausend Dank!

Wir schätzen uns glücklich, dass wir Freunde, Partner und Firmen an unserer Seite haben, die uns dabei unterstützen, diesen Traum zu verwirklichen. Vielen Dank an

Projekt Juwel

und alle weiteren Firmen und Freunde für jede noch so kleine finanzielle oder materielle Unterstützung – die für uns Großes bewirkt. In Summe kommen wir damit in einen Bereich, in dem wir sagen können: Ja, so können wir uns das guten Gewissens leisten.

Und wisst ihr was? Dass so viele von euch interessiert sind an dem, was wir machen, dass ihr mitfiebert, dass ihr uns mit kleinen und großen Postkarten-Spenden unterstützt (dieser Punkt folgt weiter unten) und dass auch Firmen sagen: „Hey, das finden wir gut“ … all das hilft und motiviert uns ungemein!

Aber auch das läuft einem üblicherweise nicht zufällig über den Weg… 😉

Vom Suches und Finden eines Sponsors

Wie kommt man als „Expeditionist“ zu einem Sponsor? Wie gesagt, da kommt einem nichts zugeflogen. Dahinter steckt ganz einfach viel Zeit und Arbeit. Wir fühlen uns da quasi als kleines Unternehmen mit Vertrieb, Marketing, Buchhaltung und Leistung (und das in den lezten Wochen wenig am Berg und vor allem im Büro).

Die schönste Form des Storytellings: Live-Reportagen

Sollten wir nach dieser Reise genügend zu erzählen haben, werden wir wahrscheinlich wieder einen Multimedia-Vortrag (neumodern: eine Live-Reportage) gestalten. Das bringt im Nachhinein etwas Return of Investment – wenngleich er die hunderten Arbeitsstunden (die niemand sieht) wohl nie monetär aufwiegen wird können. Außer man heißt Messner oder Kaltenbrunner (wir heißen bekannterweise Czerny und Lattner ;-)). Aber darum geht es uns nicht, denn was uns am wichtigsten ist: Das zu kombinieren, was uns Spaß macht: Bergsteigen, Texten, Fotografieren und Gestalten – Storytelling vom Berg, aber genauso für andere Auftraggeber „im Tal“. In ein Büro von 9 to 5 können wir dann immer noch gehen, sollten wir so nicht über die Runden kommen…

Oder zuerst einmal die Wohnung aufgeben und in unser Zelt ziehen – denn das wird der nächste Punkt unserer 8000-To-Do’s-Serie: die Ausrüstung.

Ach ja, ein wichtiger Finanzierungs-Faktor fehlt noch:

Die 8000-To-Do’s – unsere Serie zu allem, was hinter der Expedition steckt

Post aus Pakistan – So hilfst du uns höher hinaus

Wer uns unterstützen mag, diesen Traum zu verwirklichen und den Berg an Kosten zu reduzieren, der bekommt als Dankeschön eine Gruß-Postkarte aus Pakistan geschickt. Mit 10 Euro ist dein Postkasten dabei – mehr geht natürlich gerne ;-).

Bitte überweise uns deinen Grußkarten-Beitrag inklusive Namen und Adresse auf unser Konto:

IBAN: AT73 3438 0000 0243 3209
BIC: RZOOAT2L380

oder per Paypal auf www.paypal.me/andreaslattner

Bitte gib‘ im Verwendungszweck unbedingt deinen Namen und Adresse an!
Danke!

Vielen Dank an alle Firmen und Partner, die uns unterstützen!

Projekt Juwel
By |2018-05-25T22:19:18+02:0018. Mai 2018|Expedition Pakistan, Allgemein|2 Comments

2 Comments

  1. Tobias 18. Mai 2018 at 21:23 - Reply

    Danke für diese intensiven Einblicke. Das ist absolut nicht selbstverständlich aber sehr sehr interessant und hilfreich!

  2. Dani 22. Mai 2018 at 15:21 - Reply

    Echt ein guter Einblick hinter die Kulissen. Und steht nicht jeder insgeheim auch auf die „Making-of’s“ der richtig spannenden G’schichten?
    Beeindruckend wie witzig, ehrlich und sogar spannend ihr öde „Hintergrundplanung“ beschreiben könnts. Wenn das schon so genial rüberkommt, wie klass wird da erst der Bericht der Reise ausfallen? Egal ob Gipfel oder nicht (den wünschen wir euch natürlich alle!) – ein Erlebnis ist es und wenn es jemand perfekt erzählen kann, dann wohl Czerny und Lattner! Die sind es auch, denen ich eine Eintrittskarte abkaufen würd, nicht dem Messner Reini. Jetzt wo das gesagt wurde, müssten sich die Sponsoren doch schon gegenseitig um euch prügeln! 😉

    Und zur Pinke-Pinke: And’re kaufen sich an Porsche oder a neue Nase für das Geld, ihr halt Freiheit und Erlebnisse. Jeder wie er will. Was glücklicher macht?

    Was der Gus Backus übrigens auch gesungen hat:
    „Auf Wiedersehn, auf Wiedersehn
    Bleib nicht so lange fort
    Denn ohne dich ist’s halb so schön
    Darauf hast du mein Wort!“

    Also heil wiederkommen ihr zwei Lauser

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